Wolfgang Kil Architekturkritiker und Publizist

Aufgelassener Friedhof nahe Brody, Ukraine. Foto: Wolfgang Kil


Denkmale in Zeiten der Überforderung


Das Ende des klassischen Industriezeitalters wird uns allen einen grundlegenden Umbau unserer gesellschaftlichen Gefüge bescheren. Nicht nur Ökonomen, auch Raumplaner und vor allem Demografen sehen große Teile Europas vor Veränderungen, wie sie sich ähnlich tiefgreifend zuletzt im Mittelalter vollzogen haben. Wie aber eine Welt jenseits von industriell geprägten Erwerbsstrukturen und traditionellen Arbeitsbiografien aussehen könnte, darüber gibt es noch wenige konkrete Vorstellungen, allenfalls vage Ideen. Nur eine Annahme darf bereits mit Sicherheit getroffen werden: Diese Welt wird sich von unserer jetzigen deutlich unterscheiden. Wo sich Wirtschaftsstrukturen ändern, wandeln sich auch die dazugehörigen Landstriche und Städte. Wir kennen das aus dem 19. Jahrhundert, das ja ebenfalls durch gravierende Umwälzungen gekennzeichnet war, die enorme Bevölkerungsbewegungen zur Folge hatten. Die uns heute vertrauten Landkarten mit ihren differenzierten Siedlungsnetzen und urbanen Agglomerationen sind Resultate eines stürmischen, ja brutalen Anpassungsprozesses. Mit der „Erfindung“ von Dampfmaschine, Eisenbahn, Elektrizität begann die Industrielle Revolution, diese maßgeblich europäische Errungenschaft, alle Gesellschaften, die sie ergriff, bis zur Unkenntlichkeit umzukrempeln. Das bis dahin agrarische Siedlungsgefüge unseres Kontinents wurde der neuen Produktions- und Konsumtionswelt angepasst. [...] Was uns heute, rückblickend, überwiegend im Glorienschein technischen Fortschritts erstrahlt, zeigte sich für die damals existenziell Betroffenen als ein fundamentaler Generalumbau sämtlicher Verhältnisse – in Wucht und Wirkung allenfalls den gewaltigsten Katastrophen vergleichbar, die ganze Kontinente bis zur Unkenntlichkeit umgewühlt und neu aufgeschichtet hinterlassen.
Wieso hoffen wir eigentlich, am Ausgang jenes so brachialen Zeitalters glimpflicher davonzukommen?

***

Ein weitgehend ungezügelten Marktkräften überlassener Transformationsprozess hat die ehemalige DDR aus dem Stadium der Industrialisierung regelrecht hinaus katapultiert. Hier stehen wir nun vor einem kontinentalen Exempel, von dem sich allerhand lernen lässt über Regionen, die für globalisierte Wirtschaftskreisläufe offenbar uninteressant geworden sind. „Funktionale Irrelevanz“ nennt der Soziologe Manuel Castells jenes hoffnungslose Abseits, für das die deutsche Sprache eine fatale Vokabel bereithält: „überflüssig“. In überflüssigen Regionen auf selbstregelnde Kräfte des Marktes zu hoffen, wird immer aussichtsloser, je weiter sich die Abwärtsspirale dreht. Darin steckt der Kern der ostdeutschen Erfahrung: Auf welche Stadt, welche Region sie in Zukunft verzichten können, entscheidet „die Wirtschaft“, wenn man sie denn frei schalten und walten lässt, weder nach kulturellen noch nach sozialen Gesichtspunkten, sondern nach Renditelogik: Wo die Kundenzahl sinkt, werden Filialen geschlossen, Dienste eingestellt, Linien stillgelegt.

So sieht die normale Alltagserfahrung der „Strukturwandel“ genannten Schrumpfung aus. Kein Wunder, dass die davon Betroffenen das Weite suchen. Etwa eine Million Einwohner haben die ostdeutschen Bundesländer seit der Vereinigung verlassen. Die Bundesregierung reagierte darauf mit dem Programm „Stadtumbau Ost“: 300.000 (nach neuesten Kalkulationen sogar 500.000) überzählige, ergo leer stehende Wohnungen werden mit Steuergeldern abgerissen und somit, wie allenthalben versichert wird, der ostdeutsche Wohnungsmarkt vor dem Kollaps gerettet. Aber ungeachtet dieser – maßgeblich vom Kreditwesen angestifteten – Vernichtungsorgie verläuft der ökonomische Rückzug aus der Fläche, das Aufkündigen und In-Stich-Lassen ganzer Landesteile völlig unsentimental. Und völlig fern jeglicher Kultur. Sobald nicht nur einzelnen Orten, sondern ganzen Landstrichen die ökonomische Grundlage entzogen wird, spielen ästhetische oder sonstige „geistig-kulturelle“ Ansprüche und Fragen nicht mal am Rande noch eine Rolle.

***

„Der Kapitalismus“, so der Frankfurter Soziologe Klaus Ronneberger, „erzeugt eine geografische Landschaft, die für eine gewisse Zeit dem jeweiligen Entwicklungsmodell entspricht, um sie dann im nächsten Zyklus zu zerstören.“ Und während die Globalisierung als neues Wirtschaftsprinzip schon kräftig dabei ist, neue Standorthierarchien und veränderte Raumbeziehungen zu etablieren, wachsen uns die Aufräumarbeiten an den Hinterlassenschaften der zuende gegangenen Epoche über den Kopf. Unser in „besseren Zeiten“ anspruchsvoll gewordenes Geschichtsbewusstsein – das ja nicht zuletzt in unseren Denkmalinventaren zum Ausdruck kommt – wird von einer regelrechten Flut bewahrenswerter Artefakte überschwemmt. Ganze Gebäudekategorien – Fabriken, Bahnhöfe, Kasernen, Werksiedlungen, auch Warenhäuser oder Kinos – stehen landesweit und komplett zur „Ausmusterung“ an. Auf einmal wirkt alles irgendwie historisch bedeutsam, und alles ist Hals über Kopf vom Verschwinden bedroht. Mitten im Epochenwechsel erblüht dem Denkmalsgedanken seine heftigste Konjunktur; aber eben dann erweisen seine Institutionen und Regularien sich schnell als überfordert. Ich denke, die schiere Masse anfallenden Neuzugänge wird eine Inventur und Neujustierung der Schutzkriterien erzwingen. Ich vermisse derzeit noch jenen Realismus in den Debatten, der Orientierung sucht, um zu verhindern, dass ausufernde Denkmallisten sich selbst ad absurdum führen.

Nun setzt buchstäblich jede vom Strukturwandel geplagte Stadtverwaltung viel Hoffnung auf die Option Tourismus; auf jene Strategie also, die „dem Niedergang der klassischen Industriegesellschaft wie ein Schatten folgt“, wie der Berliner Soziologe Wolfgang Engler einmal sarkastisch anmerkte. Doch machen wir uns nicht vor: Selbst Görlitz – als wirkliches Kleinod von Stadt viel größer, viel schöner und mit 2.600 Baudenkmalen aus Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil kulturhistorisch viel wertvoller als etwa Heidelberg oder gar Rothenburg o. d. Tauber – wird den Rothenburgern oder Heidelbergern das einträgliche Geschäft mit amerikanischen oder japanischen Reisegruppen kaum streitig machen. Tourismus ist heute ein Industriezweig, weshalb man Standorte eher nach der Lage im Verkehrsnetz taxiert, als nach dem Ranking im Kunstlexikon. Fern aller kontinentalen Haupttrampelpfade haben auch spektakuläre Sehenswürdigkeit schlechte Karten.

Selbst UNESCO-Welterbestätten ringen ums schiere Überleben, wie Quedlinburg, die Perle der mitteldeutschen Fachwerkstädte, in der inzwischen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziell einspringt, weil die Stadtkasse den erforderlichen Eigenanteil für die Sanierungsförderung nicht mehr aufbringt. Ob aber die Stiftung dann auch die Mieter für die restaurierten Schmuckstücke mitliefern wird? Die Welterbe-Stadt hat seit 1990 knapp ein Drittel ihrer Einwohner verloren, 20 Prozent aller Wohnungen stehen leer. Dieses Schicksal teilt Quedlinburg mit vielen anderen, [sollen die alle] auf Tourismus setzen? Es sind einfach zu viele Problemfälle, die auf den Rettungsanker Kultur warten.

Nun spricht dieser Befund keinesfalls gegen den Erhalt schöner alter Städte. Er spricht nur gegen das Kalkül, damit ließe sich irgendwann ein ökonomisches Standbein für mittellose Kommunen errichten. Machen wir uns nichts vor: Von Schönheit allein kann – vielleicht! – Venedig leben. Somit stehen immer mehr bedeutsame Altstädte vor dem gleichen Problem: Ihnen ist mit dem Verlust ihrer industriellen Basis schlicht ihr bisheriger Daseinssinn abhanden gekommen. Jede postindustrielle Gesellschaft muss sich erneut fragen, was ihr Zeugnisse der Bau- und Kulturgeschichte wert sind und wie – bei erklärter Unverzichtbarkeit – man deren Erhalt zu sichern gedenkt. Die Verantwortung an private Sponsoren oder Stiftungen zu delegieren, wird bei der Menge „überflüssiger“ Objekte und Ensembles nicht weit führen. Und gerade die Görlitzer Erfahrungen zeigen ja, dass es am Geld allein gar nicht liegt. [...] Aber auf Görlitz verzichten? Auf Quedlinburg oder Wittenberg? Auf Coburg oder Goslar? Nicht auszudenken! Andererseits – wer soll, wer kann sie (noch) alle unterhalten?

Oder im Lichte des Epochenwandels gefragt: Wie müsste ein zukünftiges Wirtschaften aussehen, in dem all die vielen Kleinode der europäischen Kulturgeschichte eine Chance behalten? Ein dem Selbstlauf überlassenes Globalisierungsmodell trägt hier offensichtlich nicht. Aber was dann? Slow Cities für die Besserverdiener?

***

Wir haben nicht nur von bedrohten Altstädten zu reden. „Während die großen Städte schrumpfen, sterben bereits die Dörfer. Ganze Regionen wie Nordthüringen, Ostprignitz, Altmark, Uckermark, Vorpommern und die Lausitz sind der Verödung preisgegeben“ schlug vor drei Jahren der SPIEGEL in gewohnt schriller Tonlage Alarm. Doch längst nicht alles ist hierbei journalistische Übertreibung. Indizien für den beschriebenen Trend häufen sich auf dem platten Land, wo nicht nur Börsen-notierten Global Playern die Geschäftsgrundlage abhanden kommt: Schrumpfung bedroht nicht nur irgendwelche Plattenbausiedlungen, sie nagt längst an den Grundfesten der abendländischen Kulturtradition.

„Mit der flächenhaften Aufgabe kirchlichen Immobilienbesitzes steht die Gesellschaft überrascht vor einem […] besonders brisanten Phänomen der Überflüssigkeit“, stellt die Berliner Bauhistorikerin Simone Hain fest. Nach Fabrikgebäuden, Bahnhöfen, Wohnhäusern und Kindergärten fallen logischerweise nun auch Sakralbauten aller Baualter und Lagen aus ihrer angestammten Nutzung heraus. [...] Wer aber wird dieses schwer entbehrliche kulturelle Erbe am Ende auffangen? Was bisher im Einzelfall leidlich funktionierte – das bewährte bürgerschaftliche Engagement – wird vor völlig neue Dimensionen gestellt.“ Gesetzt wird also auf eine aufgeklärte ländliche Zivilgesellschaft. Bliebe die allerdings aus, schreibt Hain, „würden herrenlose Kirchenruinen zum Schlussakkord der agrarkulturellen Siedlungsgeschichte ganzer Regionen“. Ihr Verfall und Untergang würden zum Indiz für die Epochenwende. Wer die in ihrer ganzen Tragweite zu erkennen meint, sollte rechtzeitig das Loslassen üben.

In seinem programmatischen Aufsatz „Hände weg, liegenlassen!“ hatte Karl Ganser, der Spiritus Rector der IBA Emscherpark, schon 2001 vor jener „Lebenslüge“ gewarnt, mit der sich unsere Gesellschaft an den vermeintlichen Rettungsanker „Funktionswandel“ klammert. Dieser „bewussten oder naiven Überschätzung der Wachstumskräfte“ hielt Ganser die lapidare Ansage entgegen: „Irgendwann werden die Dinge liegen bleiben.“

Die reale Entwicklung hat ihm Recht gegeben: Je dynamischer sich eine Schrumpfungsspirale zu drehen beginnt, desto rascher erlahmen die Kräfte der Gesellschaft, all die noch auf Jahrzehnte standfesten „Überbleibsel“ beiseite zu räumen. Aber: Wie lebt man mit Relikten, die niemand mehr braucht? Wer ist zuständig – die Stadtbildpflege, die Bauaufsicht, das Finanzamt mit seiner Abt. Grundsteuern? Was bedeutet es, wenn in Städten wie Naumburg, Eisleben oder Altenburg, die zwischen 25 und 30 Prozent ihrer Einwohner eingebüßt haben, in komplett leer stehenden Straßen an jedem Haus das blaue Denkmalsignet prangt? Wen verpflichtet es und zu was?

Nein, die Aussichten sind nicht rosig. Wir werden auf historisches Anschauungsmaterial in weitaus größerem Maße als bisher verzichten müssen, und auf weitaus wertvollere Stücke, als uns bisher erträglich schien. Aber für mich erwächst daraus die Aufforderung zu neuen Kulturtechniken, damit wir uns in den Wildnissen und Geheimnissen jener aufgegebenen Orte und Randlagen nicht verirren. Wir werden – so meine etwas waghalsige Vermutung – wieder eine Zeit erleben, da Geschichte nicht so sehr als lehrhaftes Pensum absolviert, als aufgrund eigener Initiative entdeckt wird.

- Wie in Tarkowskis weltberühmtem Film werden „Stalker“ Wissbegierige und Abenteurer zu Orten geleiten, die als Geheimtips weitergeflüstert werden.
- An die Stelle pädagogisch eindeutiger Denkmalsinszenierungen wird bruchstückhaftes, mühsam zusammengeklaubtes Wissen über die Orte und ihre vergangenen Geschehnisse treten.
- Gerüchte werden zu Wegweisern, am Wege aufgesammelte Fundstücke werden an Bedeutung gewinnen.
- Und anstelle fachkundiger Expertisen wird das Geschäft der Legendenerzähler blühen. Von denen eher „eingeweiht“ als unterwiesen, werden unserer Nachfahren sich nennenswerte Teile der Geschichte entweder individuell erschließen – als private Mythen – oder gar nicht.

Da scheint es ratsam, Geschichtspädagogik, und darin (ganz zentral!) Baugeschichts-Pädagogik stellt sich rechtzeitig auf den neuen Bedarf an Unterweisung ein. Die potenziellen Feldforscher und selbstberufenen Insider sind „kundig“ zu machen. Sie sind auszurüsten für eine reiche, inspirierende Begegnung mit allen möglichen Relikten, Spuren und Rätseln der „verwunschenen Orte“. Was sie brauchen, ist nicht nur seriöses Faktenwissen, sondern vor allem intuitives Gespür. Denn am Ziel aller Expeditionen in die heraufziehenden Niemandsländer wartet eine Erfahrung, die unseren derzeitigen Denkmalserscheinungen – dank unbarmherziger Detail- und Oberflächenpflege – längst abhanden kommt: der auratische Moment. Für den in akademischen Abhandlungen zumeist die Begriffe fehlen, weshalb in der Praxis damit so grässlich Schindluder getrieben wird. Der „auratische Moment“ – jener „heilige Schauer“ blitzhaft aufleuchtender Erkenntnis – so schwer zu erzwingen wie danach jemals wieder zu vergessen – ist mit touristischem Entertainment unerreichbar. Der bleibt individueller Wissbegier vorbehalten und steht damit absolut konträr zu allen Konzepten, die immer wieder versuchen, mit Denkmalen Geld zu verdienen.

Ich will ihn hier trotzdem hochhalten, weil ich darauf vertraue, dass er jene andere Seele in der Brust jeden Denkmalliebhabers trifft – jenen Kern tiefen Ernstes und heiliger Ehrfurcht, mit der steinzeitliche Höhlenmalereien nach ihrer Entdeckung und Dokumentierung besser wieder zugemauert werden, oder mit der ein Archäologe gerade seine bedeutendsten Grabungsfunde am liebsten nach Aufmaß sofort wieder verfüllt.

Das alles mag irgendwie irrational klingen, nach Vormoderne, sehr wenig aufklärerisch. Doch die verwunschenen Orte werden nicht aufzuhalten sein. Wer genau hinschaut, wird feststellen – wir tappen längst zwischen ihnen umher. Da ist es wohl besser, wir lernen beizeiten, Vineta auszuhalten. [...]


Vortrag zur Tagung von ICOMOS Schweiz in Thun am 31. Oktober 2008 (gekürzt)


Anmerkungen
[1] Klaus Ronneberger: Krisenhafter Kapitalismus. In: Philipp Oswalt (Hrsg.): Schrumpfende Städte, Bd. 1, Ostfildern 2004; S. 682
[2] Wolfgang Engler: Die Ostdeutschen als Avantgarde, Berlin 2002
[3] vgl. Jens Rometsch: „2500 Denkmale verfallen“ In: Leipziger Volkszeitung 14. 11. 2006
[4] Jochen Bölsche: Verlassenes Land, verlorenes Land. In: SPIEGEL Online vom 14. März 2006
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-404888,00.html
[5] Simone Hain: Der letzte gemeinsame Schatz. Dorfkirchen im havelländischen Nusswinkel. In: Kulturland Brandenburg e.V. (Hrsg.): Abbruch. Umbruch. Aufbruch. Ein Lesebuch zur regionalen Baukultur in Brandenburg. Potsdam 2006
[6] Karl Ganser: „Hände weg, liegenlassen!“. In: Der Architekt, Bonn 2001, Nr. 4
[7] Georg Mörsch: „Substanzfetischismus“ – Begegnung mit der Aura: Das ist der Gegensatz zur Position „materieller Reproduzierbarkeit“, jener Annahme einer „körperlosen Seele“ des Denkmals, dessen Schönheit „ewig“ sei und das deshalb – auch wenn es von seiner hinfälligen Hülle „befreit“ ist – beliebig jederzeit neu hervorgerufen werden kann. Dabei wird der unverzichtbare Zusammenhalt von Materie und geistiger Substanz im vergänglichen Denkmal negiert, ebenso wie die notwendige Einbettung jeder Baulichkeit in historische Realzustände – Produktionsweise, Lebensweise, stadträumlichen Kontext.